Erweiterung des SPNV in der Grafschaft: Gute Entwicklung für Mensch und Umwelt

Treffen mit Bentheimer Eisenbahn Geschäftsführer Joachim Berends

03. Feb. 2020 –

Bei einem Treffen mit Joachim Berends, Geschäftsführer der Bentheimer Eisenbahn AG, im GRÜNEN Büro in Nordhorn tauschten sich vergangene Woche Mitglieder des GRÜNEN Kreisvorstandes sowie GRÜNE Mandatsträger über aktuelle Pläne, Chancen und Möglichkeiten der SPNV-Weiterentwicklung in der Grafschaft aus.

Berends berichtete von neuen finanziellen Fördermöglichkeiten seitens des Bundes und davon, dass viele notwendige Schritte für eine Reaktivierung der Strecke Neuenhaus-Coevorden auf niederländischer Seite bereits eingeleitet seien. Auch das für Mai erwartete Gutachten für die Strecke auf deutscher Seite werde voraussichtlich positiv ausfallen. Personenzüge werden dort daher, so seine aktuelle Einschätzung, schon in wenigen Jahren fahren können. Sogar eine Weiterführung bis nach Gildehaus sei  aus seiner Sicht wahrscheinlich. „Insbesondere die Nachricht, dass ab 2021 endlich höhere Bundesmittel für Reaktivierungen im Rahmen des GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) zur Verfügung stehen sollen, macht eine zeitnahe Verlängerung der Strecke nach Nord und nach Süd noch wahrscheinlicher und freut uns sehr“, äußert Holger Gosink, GRÜNES Mitglied aus Emlichheim.

Ebenfalls bereits intensiv bedacht werden, so Berends, eine Weiterführung des Grafschafter Regiopa-Expresses bis nach Gronau-Ochtrup sowie eine bessere Anbindung der Kreisstadt Nordhorn mit Mittelzentren, z.B. per Regionalexpress durch Erweiterung der Linie „Rheine Braunschweig“. Diese Überlegungen seien nicht unrealistisch, allerdings erst mittel- bis langfristig umzusetzen, da zunächst entsprechende Gutachten erstellt, Planverfahren erfolgen und Vertragsbindungen berücksichtigt werden müssten.

Berends informierte zudem über weitere, im Rahmen von Klimaschutzmaßnahmen zusätzlich bereitgestellte Fördermittel, die eine Elektrifizierung der bisher noch dieselbetriebenen Regiopa-Linie bereits in naher Zukunft umsetzen lassen könnten. „Die Umstellung von fossiler zu regenerativer Energie ist ein wesentlicher Faktor für den Umwelt- und Klimaschutz und den Erfolg des neuen Nord-Süd-Schienenverkehrs in der Grafschaft“, betonen Friedhild Füser und Everhard Hüseman, beide KV-Vorsitzende. Einhellig befürworteten alle Anwesenden das Motto „Schiene vor Straße“, dieses müsse für Personen- und Güterverkehr stärker beachtet werden. Berends bestätigte, dass die Schieneninfrastruktur in den letzten Jahrzehnten auch aus seiner Sicht vernachlässigt wurde. Nun sei auf politischer Ebene eine Änderung der Mittelverteilung zugunsten der Schiene vorgesehen, es böten sich bessere Möglichkeiten für Reaktivierungen, Sanierungen und neue Projekte.

Das Treffen endete mit Anregungen und Kritik der GRÜNEN zu Fahrradmitnahmemöglichkeiten, zusätzlichen Regiopa-Haltestellen, Überlegungen zu weiteren Linienführungen über die Grafschaft hinaus sowie zur Unpünktlichkeit überregionaler Linien in Bad Bentheim. Berends sicherte zu, diese Themen auch außerhalb der Bentheimer-Eisenbahn-Strukturen zu verfolgen und wurde mit Blumen-Saatgut und einer druckfrischen Chronik zu „40 Jahre GRÜNE / Zeiten ändern sich – wir ändern sie mit“ von Friedhild Füser verabschiedet.

 

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