Bad Bentheim: Notwendigkeit für weiteres Neubaugebiet nicht belegt, Infos nicht vorhanden und nicht abgewogen

Dr. Christian Blum hinterfragt im Bauausschuss Argumentation der Verwaltung und fordert umfassende Informationen

03. Jun. 2020 –

Weiteres Neubaugebiet an der Suddendorfer Straße? Bentheimer GRÜNE meinen derzeit: Nein! Der Tagesordnungspunkt des Bauausschusses wurde zur weiteren Beratung an die Fraktionen zurückgegeben.

Für GRÜNS gilt: Flächensparen ist eine wichtige Aufgabe für Kommunen – auch mit Blick auf einen lokalen Klimaschutz. Wiesen und Ackerflächen sind CO2-Speicher und endliche Ressourcen   einmal bebaut heißt für immer der Natur und der Landwirtschaft entzogen. 

Die endgültige Entscheidung zur Ausweisung neuer Wohnbaugebiete in Bad Bentheim sollte daher immer nur in Kenntnis wichtiger und belastbarer Informationen getroffen werden. Im letzten Bauausschuss machte Dr. Christian Blum anhand einer Präsentation deutlich, dass diese Informationen kaum oder nur von kapitalorientierten Immobilienunternehmen vorliegen und fordert die Verwaltung auf, die Zahlen der in den letzten Jahren in Bad Bentheim geschaffenen Wohneinheiten entsprechend des Ratsbeschlusses aus 2017 nachzuliefern und auch den Basisdatensatz der N-Bank bereitzustellen.
Er führte aus, dass viele Informationen notwendig sind, um Aspekte wie mittel- und langfristigen Folgekosten, demographische Entwicklung, nachhaltige Stadt- und Quartiersplanung, spezielle Wohnbedarfe und nicht zuletzt ökologische Gesichtspunkte und Flächensparziele zu sichten, zu diskutieren, abzuwägen und am Ende verantwortungsvoll entscheiden zu können. Denn immer gleiche Forderungen von SPD-RatsmitgliederInnen wie „Wir müssen Bauen für alle ermöglichen. Wir denken an diejenigen, die keinen Doktortitel haben und weniger Geld haben“ mögen populär und für sich allein gesehen richtig sein, vernachlässigen aber die oben genannten Aspekte und werden anderen wichtigen Zielen nicht gerecht. 
Am Ende seines Vortrages zog Dr. Blum das Fazit, dass aus seiner Sicht der Bedarf für ein weiteres Neubaugebiet nicht nachgewiesen und ökologisch sehr zweifelhaft ist. Er erwartet hohe Folgekosten und negative Effekte für Bestandsimmobilien und für das Programm „Kauft alt“. Nicht zuletzt verwies er auf die noch nicht abschätzbaren wirtschaftlichen Folgen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt.

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