• Everhard Hüseman (Foto: Anne Rollero)

Kein „Weiter so“ in der Agrarpolitik: Everhard Hüseman möchte Bundestagskandidat der Grünen werden

Grüne Mitglieder entscheiden am 8. Dezember

24. Nov. 2020 –

Pressemitteilung

Der 60jährige Bio-Landwirt aus Nordhorn/Hesepe ist seit 2011 Mitglied des Kreistages. Seit zwei Jahren führt er zusammen mit der Bentheimerin Friedhild Füser den Kreisverband der Grünen. Jetzt hat er seine Bewerbung um die Direktkandidatur für den Bundestag erklärt. Damit haben die grünen Mitglieder im Wahlkreis Mittelems (WK 31) die Auswahl zwischen dem 20jährigen Jakob Belle aus Lingen (die GN berichteten) und ,,Bauer Hüseman“ aus der Grafschaft. Der Wahlkreis Mittelems setzt sich zusammen aus dem Grafschafter Kreisgebiet, dem südlichen und mittleren Emsland. Am 8.Dezember sind alle grünen Mitglieder, die in diesem Gebiet wohnen, aufgerufen, ihre Entscheidung zu fällen.

„Immer wenn ich einen neuen Schritt gemacht habe, ging es um Engagement zur Lösung konkreter Probleme. Jetzt stehen wir mitten in einer immer deutlicher werdenden Klimaveränderung“, erläutert Hüseman. Teil dieses Problems sei eine durch falsche Anreize gesteuerte Landwirtschaft, bei der Natur, Wasser und Boden, aber auch die Nutztiere und viele bäuerliche Familien die Verlierer seien. „Deshalb braucht es eine deutliche Veränderung der Agrarpolitik und kein „Weiter So“, wie es von den jetzigen Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises vertreten wird. Wir verbrauchen die Zukunft unserer Kinder und Enkel“, mahnt Hüseman.

Als junge Landwirtsfamilie haben Elke und Everhard Hüseman 1992 die Umstellung  auf Biolandwirtschaft gewagt. Sie entschieden sich damals bewusst für den „Naturland“-Verband, für den Hüseman noch heute im Bundesvorstand aktiv ist. In ,,Naturland“ sind Bauern und Bäuerinnen aus aller Welt organisiert, um eine ressourcenschonende Landwirtschaft mit fairen Preisen für bäuerliche Arbeit zu verbinden. „Das Problem ist global, die Lösungen müssen es auch sein. Und eine faire Handelspolitik, die vor Ort Wertschöpfung und Bildung ermöglicht, ist aktive Flüchtlingspolitik“, fasst Hüseman die umfassende Perspektive von „Naturland“ zusammen.

Das Lieferkettengesetz, um das zur Zeit im deutschen Bundestag gestritten wird, wäre ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu verantwortlicher Wirtschaftspolitik, erläutert Hüseman.

Nun haben erst einmal die grünen Mitglieder das Wort, ob sie Everhard Hüseman oder Jakob Belle eine Kandidatur für den Bundestag eröffnen wollen.

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