Sehr gute Beteiligung bei Radtour des gbf und der GRÜNEN in Emlichheim zum Thema "Südumgehung"

Veranstalter über gute Beteiligung erfreut

31. Okt. 2019 –

Mehr als 40 interessierte Bürger*innen folgten der Einladung des Grafschafter Bürger Forum (gbf.) und BÜNDNIS90/DieGrünen zu einer Radtour am Reformationstag mit Besichtigung der möglichen Trassenoptionen zur geplanten Südumgehung Emlichheim.

Bei Veranstaltungen zur Ortskernentwicklung wurde zuletzt immer wieder die Entlastung des Emlichheimer Ortskerns vom Durchgangsverkehr diskutiert. Radfahrer und Fußgänger sollte mehr Raum gewährt und die Aufenthaltsqualität im Zentrum gesteigert werden. Für eine Südumgehung des Ortes Emlichheim liegen derweil verschiedene Trassenoptionen vor, Terminierungen und Finanzierungszusagen gibt es jedoch nicht.

Die Diskussionsbeiträge der Teilnehmenden verdeutlichten, dass es für alle südlich umgehenden Trassenoptionen Kritikpunkte gibt. Für die Trassen 5+6, die ortsnah verlaufen und die Vechte unmittelbar neben der Wildebrücke kreuzen sollen, gibt es im Hinblick auf die Kostenannahmen und den Verkehrsfluss zwar Vorzüge im Raumordnungsverfahren. Aus Sicht der Lebensqualität und des Naturschutzes werden vom Großteil der Besucher jedoch erhebliche Bedenken angebracht. So würde das Naherholungsgebiet Denne durch die Trassen 5+6 direkt berührt und vom Ortskern abgeschnitten. Die Trasse 7 würde im Bereich Volzel urwüchsige Kulturlandschaft tangieren und wie auch die Trassen 5+6, größtenteils im Überflutungsgebiet der Vechte verlaufen. Zudem wäre eine zusätzliche Brücke über die Vechte notwendig. Hermann Borghorst (Gbf.), der durch die Veranstaltung führte, erläuterte, ein Vorteil der ortsfernen Trasse 8 sei, dass die sanierungsbedürftige Echteler Brücke in den Streckenverlauf mit einbezogen werden könnte und dadurch ein weiterer Brückenbau im Vechteverlauf vermieden wird. Einige Teilnehmer sehen bei Trasse 7+8 jedoch den Nachteil eines langen Verlaufes mit viel Versiegelung von Flächen. Deshalb stellte Hermann Borghorst (gbf.) heraus, dass eine Planung unter weitgehender Benutzung vorhandener Straßen, insbesondere der K21 und der K20 positive Effekte bei Landschaftsverbrauch und Naturschutz zeigen würden. Hier ist allerdings zu beachten, dass der Anschluss der Anwohnergrundstücke an die neue Bundesstraße gegebenenfalls über Parallelstraßen realisiert werden muss.
Mitorganisator der Radtour Holger Gosink (B’90/ DIE GRÜNEN) gab zu bedenken, dass aus Sicht des Klimaschutzes der Schienenausbau und öffentliche Nahverkehr Vorrang vor Straßenbauprojekten haben sollten. Eine Umleitung der B403 stelle jedoch nach derzeitigem Recht die einzige Option dar, mit der sich eine Verkehrsberuhigung des Emlichheimer Ortskerns erreichen ließe. Diese sei aus ortsplanerischen Gesichtspunkten notwendig, auch um mehr Aufenthaltsqualität und sichereren Radverkehr im Ort zu ermöglichen. Viele der Anwesenden bedauerten noch, dass der zügige Ausbau der Entlastungsstraße Obenholt behindert wird. In Kombination mit einer nordwestlich umgehenden Trasse (Trassenvariante 1) stelle die Obenholtentlastung eine umweltverträgliche und sinnvollere Möglichkeit zur Verkehrsentlastung Emlichheims dar als eine Südumgehung. Die Sympathie zu einer Nord-West-Umgehung konnten auch Holger Gosink und Andy Kotten (B’90/DIE GRÜNEN) sowie Jörg Preukschat (Grafschafter Bürger Forum) teilen. Für interessierte Bürger hat die Samtgemeinde die Planungsunterlagen zur Emlichheimer Umgehung auf der Homepage eingestellt:

www.emlichheim.de/staticsite/staticsite.php

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