Unsere Haltung zum geplanten Neubauprojekt am Kotthook

29. Aug. 2021 –

Gestern wurden wir Zeugen an unserem Infostand zeugen einer Protestaktion, die sich gegen den geplanten Neubau am Kotthook aussprach. Wir Grüne lehnen den Neubau in der geplanten Form ebenfalls ab, deshalb hier noch einmal ein paar Argumente. Reinhard Prüllage, unser Sprecher im Stadtentwicklungsausschuss, hat sie im Ausschuss, aber auch in der Öffentlichkeit (Siehe GN vom 18.3.21 https://www.gn-online.de/nordhorn/gruene-gegen-bauprojekt-am-kotthook-389315.html) schon mehrfach zum Ausdruck gebracht. Hier noch einmal unsere wichtigsten Argumente:

  • Wir halten das Projekt für ökologisch fragwürdig. Ein Stück grüne Lunge der Stadt, inklusive der damit verbundenen Ufer-Romantik  wird  zerstört. Auch wenn in der Entwicklung der Planung einige Bäume als gesichert bezeichnet werden.
  • Der Bau ist zu hoch und zu massig. Die rückwärtigen Gebäude werden unserer Ansicht nach dadurch eventuell beeinträchtigt. Der optische Abstand zu den gegenüberliegenden denkmalgeschützten Gebäuden (Kornmühle und Sägemühle) ist vermutlich ebenfalls beeinträchtigt. Da die Gliederung der Baumasse sich aber durchaus in das Stadtbild einfügen könnte, wäre hier mit einer Reduktion von Höhe und Masse Abhilfe möglich. Weniger wäre hier mehr. Die ökologisch sicherlich wertvolle Stadtverdichtung, durch die der Flächenverbrauch im Außenraum reduziert werden könnte, muss mit Augenmaß betrieben werden.
  • Das Vorhaben ist unsozial. Es sollen sechs hochwertige, sehr große Wohnungen entstehen. Nordhorn braucht aber in erster Linie, kleine günstige Wohnungen. Unsere Vorstöße in diese Richtung wurden mit dem Hinweis auf die extrem hohen Baukosten und die Schaufensterfunktion der Insellage abgelehnt. Eine Mischkalkulation aus kleinen und großen Wohnungen könnte hier gegenwirken.
  • Zusammenfassend: Die Durchlüftung der Vechteinsel wird unterbrochen und die Nachbarn werden u.a. durch Schattenwurf und erhöhten Verkehr beeinträchtigt. Für ein Luxusprojekt. Deshalb lehnen wir gemeinsam mit der IPG und Der Linken die Änderung des Bebauungsplans ab.  

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