Bündnis 90 / Die Grünen in der Grafschaft Bentheim

Grafschaft Bentheim

Die Kreistagskandidatinnen stellen sich vor


Wahlbereich 1: Stadt Bad Bentheim/ Samtgemeinde Schüttorf
Claudia Middelberg - Kreistag, Listenplatz 1
Claudia Middelberg,** Betriebswirtin (VWA)

Für Schüttorf in den Kreistag, den Stadtrat und den Samtgemeinderat

Claudia ist seit vielen Jahren bei den Schüttorfer Grünen aktiv, auch als Sprecherin, und hat auch schon einige Jahre im Kreistag und in Stadt- und Samtgemeinderat mit gearbeitet. Sie möchte ihre Erfahrung und ihre Verbundenheit mit Schüttorf weiterhin in die Kommunalpolitik einbringen und ihre Motivation schildert sie hier selbst:

"Hallo, ich bin Claudia Middelberg! Jahrgang 1968, Betriebswirtin (VWA) – und seit vielen Jahren mit viel Überzeugung kommunalpolitisch für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv. Derzeit bin ich Mitglied im Kreistag, im Stadtrat und im Samtgemeinderat. Neben diesem zeitintensiven Ehrenamt, meinem Beruf sowie Haus & Hof bleibt zum Glück auch noch Zeit für meine Familie – ganz besonders für meine beiden süßen Enkelsöhne. Und wenn dann noch ein bisschen freie Zeit übrig ist, findet man mich beim Lesen, im Kino, beim Walken oder Wandern oder gemeinsam mit Freundinnen und Freunden. Warum kandidiere ich erneut? - Demokratie lebt vom Mitmachen!Gerade in Zeiten, in denen Parteien und unsere Demokratie vielen ungerechtfertigten Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt sind, dürfen wir uns nicht zurückziehen und wegducken.Unsere Demokratie ist kostbar. Sie gibt uns die Freiheit, unsere Meinung zu sagen, unterschiedliche Positionen zu vertreten, mitzugestalten und gemeinsam über unsere Zukunft zu entscheiden. Auch wenn Demokratie manchmal mühsam, langsam und von Kompromissen geprägt ist: Sie ist die beste Staatsform, die wir haben können. Deshalb müssen wir sie wertschätzen, mit Leben füllen und gemeinsam entschlossen verteidigen.Ich möchte meine Erfahrung und mein erworbenes Wissen auch in die neuen Räte einbringen – und gleichzeitig neuen Ideen und neuen Ratsmitgliedern Raum geben und dabei helfen, sie zur Wirkung zu bringen.Mitmachen statt (nur) meckern – das war und ist meine Devise!

Meine Kernthemen in der vergangenen Wahlperiode waren Verkehrspolitik, Abfallwirtschaft, Planungs- und Umweltpolitik sowie Finanzpolitik.Gerade die Finanzpolitik ist dabei entscheidend, denn sie berührt alle anderen Bereiche. Ohne eine solide, funktionierende und weitsichtige Finanzpolitik können wir keine zukunftsgerichtete Politik gestalten. Für mich gehören Soziales, Ökonomie und Ökologie zusammen und müssen miteinander in Einklang gebracht werden. Wir wollen für Schüttorf eine nachhaltige, zukunftsgerichtete und faire Politik gestalten. Dafür bitte ich um eure Stimme – für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, für einen meiner Kolleginnen oder für mich! "

Christian Blum - Kreistag, Listenplatz 2
Christian Blum, Chemiker

Seit fast 25 Jahren in Bad Bentheim. Promovierter Chemiker, ich lehre und forsche an der Uni Twente. Verheiratet, ein erwachsener Sohn. Ich fahre viel Fahrrad, gelegentlich Kanu, koche gern und reise viel – mit dem Wohnmobil durch Europa, manchmal auch nach Asien oder Afrika.

In die Kommunalpolitik bin ich vor zehn Jahren eher unfreiwillig gerutscht: Hinter unserem Haus, mitten in der kleinteiligen historischen Innenstadt, sollte ein Apartmentklotz entstehen. Aus dem Widerstand wurde ein Ratsmandat. Natürlich für die GRÜNEN – passend zu dem, was mir wichtig ist: Naturschutz, Klimaschutz, nachhaltiges Wirtschaften, sozialer Ausgleich, Verantwortung für die nächste Generation.

Inzwischen zwei Legislaturperioden im Stadtrat; mein Schwerpunkt lag anfangs im Bauausschuss, aber nie ausschließlich. Inzwischen kann ich alles, und mich interessiert auch alles – derzeit Verwaltungs- und Finanzausschuss.

Im Rat sitze ich, um mitzudenken. Nicht alles, was geplant oder gewünscht wird, ist auch sinnvoll – und nicht einmal alles, was sinnvoll wäre, ist am Ende machbar und bezahlbar. Erst nachdenken, dann sortieren und priorisieren. Mir geht es um langfristig clevere Lösungen.

Wahlbereich 2: Stadt Nordhorn I- Nord/ Stadt Nordhorn II - Ost
Christiane Hartmann - Kreistag, Listenplatz 1
Christiane Hartmann, Vertriebsleiterin

Ich bin in die Grafschaft zurückgekehrt und arbeite hier als Vertriebsleiterin. Dabei habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Menschen zusammenzubringen, Netzwerke zu knüpfen und gemeinsam Lösungen zu finden. Genau das möchte ich auch im Kreistag einbringen.

Meine politischen Schwerpunkte liegen auf Wirtschaft, Klimaschutz und Jugend. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass unser Landkreis finanziell gut aufgestellt ist. Denn für mich bedeutet eine solide Finanzpolitik nicht nur, Pflichtaufgaben zu erfüllen. Sie muss auch Spielraum für die Dinge lassen, die unsere Grafschaft lebenswert machen: gute Angebote für Kinder und Jugendliche, Kultur, Sport, Bildung und ein starkes Ehrenamt.

Und wenn etwas mal nicht so läuft wie geplant? Dann kommt bei mir schon mal eine ganz besondere Superpower zum Einsatz: gesunde Wut. Denn manchmal braucht es genau diese Energie, um nicht nur über Veränderungen zu reden, sondern sie wirklich anzupacken.

Ich möchte unsere Grafschaft aktiv mitgestalten – mit klaren Ideen, viel Energie und dem Blick nach vorn.

Matthias Büngeler - Kreistag, Listenplatz 2
Matthias Büngeler, Berufsschullehrer

Matthias ist 2022 den Grünen beigetreten. Seitdem hat er sich die Organisation und die Arbeit im Orts- und Kreisverband angeschaut, sich eingebracht und Erfahrungen gesammelt. Jetzt fühlt er sich bereit, den nächsten Schritt zu gehen und Verantwortung zu übernehmen. Er kandidiert für den Nordhorner Stadtrat im Wahlbereich 2 Ost und für den Kreistag im Wahlbereich 2 Nordhorn-Nord und Ost.

Mein Name ist Matthias Büngeler, ich bin 47 Jahre alt und Berufsschullehrer an den GBS in Nordhorn. Ich bin in Hestrup, Brandlecht und Nordhorn aufwachsen und zur Schule gegangen. Nach meinem Zivildienst und einer begonnenen Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker zog es mich zum Studium der Fahrzeugtechnik nach Osnabrück. Mit dem Einstieg in die Automobilindustrie begann für mich eine spannende Zeit: Über zehn Jahre arbeitete ich in Aachen, München und Rüsselsheim – am Ende auch in leitender Position. Es war eine tolle Zeit, beruflich standen mir viele Türen offen und die Welt lag einem buchstäblich zu Füßen.

Aber nach unserer Hochzeit und der Geburt unserer ersten Tochter haben wir uns die Frage gestellt, welche Werte im Leben wirklich zählen. Für uns war die Antwort klar: Wir wollten zurück in die Heimat. Wir wollten unseren Kindern ermöglichen, so aufzuwachsen, wie wir selbst aufwachsen durften – mit der Familie in der Nähe, mit kurzen Wegen und in einer Umgebung, in der man sich zu Hause fühlt.

Dafür habe einen neuen beruflichen Weg eingeschlagen und als Quereinsteiger das Lehramt für den Berufsschullehrer für Fahrzeugtechnik und Politik absolviert. Inzwischen bin ich seit über zehn Jahren an den GBS und engagiere mich für meinen Unterricht und meine Schülerinnen und Schüler, aber auch darüber hinaus für Themen wie Digitalisierung, KI und eine nachhaltige Entwicklung unserer Schule.

Jetzt möchte ich einen Schritt weitergehen und die Chance nutzen, mich auch politisch für unsere Stadt und unseren Landkreis einzubringen. Ich möchte nicht nur über notwendige Veränderungen sprechen, sondern sie auch mitgestalten. Besonders am Herzen liegen mir dabei Schule und Bildung, Jugend, nachhaltige Mobilität und Energie.

Dabei brennt mir am meisten unter den Nägeln, dass wir noch immer zu wenig gegen die Klimakrise tun! Nachhaltigkeit darf einfach nicht als isoliertes Thema betrachtet werden. Egal, ob wir über Bildung, Mobilität, Energie oder soziale Fragen sprechen – wir müssen immer auch darüber nachdenken, wie wir diese Bereiche nachhaltig und sozial gerecht gestalten können.

Deshalb möchte ich meine Erfahrungen und meine Werte in die Kommunalpolitik einbringen und dabei vor allem eines bleiben: pragmatisch, lösungsorientiert und hartnäckig. Wenn Probleme auf dem Tisch liegen, muss man sich in die Augen schauen, miteinander reden und gemeinsam nach der bestmöglichen Lösung suchen.

Warum bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN? Weil für mich ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und gute Lebensbedingungen zusammengehören. Politik muss für mich konkret werden und den Menschen vor Ort zugutekommen – heute und mit Blick auf die Zukunft.

Und am Ende ist es genau das, was mich persönlich antreibt: Ich wünsche mir, dass unsere Kinder genauso gut und behütet aufwachsen können, wie ich es durfte – und dass sie auch in Zukunft eine lebenswerte Heimat vorfinden.

Wahlbereich 3: Stadt Nordhorn III- Süd/ Stadt Nordhorn IV- West
Dorothea Währisch-Purz - Kreistag, Listenplatz 1
Dorothea Währisch-Purz, Geschäftsführerin

Dorothea Währisch-Purz, 66 Jahre, kommisarische Geschäftsführerin einer diakonischen Einrichtung. Mir ist der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Teilhabe wichtig. Durch über 30 Jahre Tätigkeit im Sozialbereich weiß ich, wie Menschen ausgegrenzt werden. Und auch aus eigener Erfahrung mit 3 migrantischen Schwiegerkindern setze ich mich für eine bunte und vielfältige Gesellschaft ein

Everhard Hüseman - Kreistag, Listenplatz 2
Everhard Hüseman, Biobauer

Landwirtschaft und Natur, Umwelt und Klimaschutz sind für mich nicht einfach politische Schlagworte – sie sind Themen, mit denen ich mich durch meine Lebensvita besonders verbunden fühle.

Regional liegt mein Fokus auf einer zukunftsfähigen Entwicklung unserer Region. International beschäftige ich mich mit Wirtschafts- und Entwicklungspolitik – und damit untrennbar verbunden mit der Frage nach sozialer Gerechtigkeit. Denn für mich gehört beides zusammen: wirtschaftliche Entwicklung darf nicht auf Kosten von Menschen und Umwelt gehen.

Auch abseits der Politik wird es bei mir nicht langweilig. Mein Beruf fordert mich immer wieder heraus, und das Leben in einer Kirchengemeinde bringt ganz eigene Perspektiven und Begegnungen mit sich.

Und dann ist da noch meine generationenübergreifende Großfamilie. Sie hält mich mitten im Leben – und macht den Blick auf die Zukunft besonders wichtig. Denn wenn man erlebt, wie Generationen miteinander leben, wächst auch der Wunsch, eine Zukunft zu gestalten, in der alle Generationen gerne leben.

Wahlbereich 4: Gemeinde Wietmarschen / Samtgemeinde Neuenhaus
Elisabeth Bergner - Kreistag, Listenplatz 1
Elisabeth Bergner, Geschäftsführerin

Elisabeth Bergner, 65 Jahre, verheiratet. Seit über 20 Jahren ist meine Wahlheimat Veldhausen. Die letzten 10 Jahre im Stadtrat Neuenhaus, seit 5 Jahren im Verwaltungsausschuss. Vor knapp 6 Jahren zusammen mit Andreas Langlet den Grünen Ortsverband in Neuenhaus gegründet. Für den Kreisverband seit 7 Jahren als Geschäftsführerin tätig.

Nun bewerbe ich mich um ein Mandat im Samtgemeinderat und im Kreistag.

Im Samtgemeinderat will ich mich dafür einsetzen, dass Neuenhaus seine Bemühungen beim Klimaschutz und Anpassung an Folgen der Erderwärmung intensiviert. Ungemein wichtig, damit z.B. in Schulen auch in Hitzeperioden arbeiten und lernen möglich und Neuenhaus und seine Samtgemeinden insgesamt lebenswert bleiben. Zugleich muss deitlich werden, dass Klimaschutz und Klimafolgenanpassung eine gesamtgesellschaftliche und nicht allein eine öffentliche Aufgabe ist.

Im Bereich der Integration will ich dafür werben, dass die professionelle Unterstützung wieder stärker flankiert wird von ehrenamtlichem Engagement. Es gibt so viel gelebten Gemeinsinn in unserer Samtgemeinde, aber hier hat das Engagement in den vergangenen Jahren spürbar nachgelassen. Hier braucht es Zeichen aus der Politik, dass dieses Engagement gewünscht ist und unterstützt wird.

Das Thema Integration werde ich auch im Kreistag aufgreifen. Darüber hinaus liegen mir gesundheitspolitische Belange sehr am Herzen. Die Gesundheit von Menschen hängt auch, aber nicht nur an einer guten medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung. Dafür braucht es ebenso saubere Luft, gutes Wasser, gute Wohnqualität, Bildung als sozialer Nachteilsausgleich, gesundes Essen in Kitas und Schulen, aber auch Quartiersentwicklung im Sinne der Stärkung von Gemeinsinn (um nur einiges aufzuzählen) - all das beeinflusst, wie gesund eine Bevölkerung ist.

Damit ist auch deutlich, dass ich bei vielen Themen, die im Kreistag zur Beratung und Entscheidung anstehen, eine Querverbindung zum Thema Gesundheit und Stärkung von Gesundheit werde schlagen können

Ulrich Nolte - Kreistag, Listenplatz 2
Ulrich Nolte

Meine politischen Schwerpunkte liegen vor allem dort, wo es um nachhaltige Mobilität und eine lebenswerte Umwelt geht.

Beim Bahnverkehr möchte ich mich dafür einsetzen, dass unsere Region besser angebunden wird. Dazu gehören für mich die Reaktivierung der Bahnverbindung bis Gildehaus und Gronau ebenso wie der Wiederanschluss von Nordhorn. Gute Bahnverbindungen machen unsere Region nicht nur attraktiver, sondern geben Menschen eine echte Alternative zum Auto.

Auch beim Radverkehr sehe ich großes Potenzial. Ich möchte Radschnellwege schaffen, die Pendlerinnen und Pendler mit Fahrrad und E-Bike sicher und komfortabel ans Ziel bringen. Gleichzeitig brauchen wir durchgängige, alltagstaugliche und sichere Radwege – gerade für kurze Strecken von bis zu zwei Kilometern.

Besonders wichtig sind mir dabei sichere Schulwege. Kinder sollten ihre Wege möglichst selbstständig zurücklegen können, ohne dass morgens eine lange Reihe von Elterntaxis direkt vor der Schule entsteht. Denn Selbstständigkeit beginnt auch auf dem Schulweg.

Ein weiterer Schwerpunkt ist für mich der Umweltschutz: Müll vermeiden, den Eintrag von Mikroplastik reduzieren und unser Grundwasser sauber halten. Was wir heute schützen, müssen wir morgen nicht mühsam wieder reparieren.

Wahlbereich 5: Samtgemeinde Emlichheim / Samtgemeinde Uelsen
Nicole Valeton - Kreistag, Listenplatz 1
Nicole Valeton

Ich bin jemand, der bei Problemen gerne schnell eine Idee parat hat – und genau diese Energie möchte ich in den Kreistag einbringen.

Besonders am Herzen liegen mir dabei Biodiversität, ein guter ÖPNV, bezahlbares Wohnen und echte Perspektiven für junge Menschen. Denn eine lebenswerte Grafschaft bedeutet für mich, dass wir unsere Natur schützen, gleichzeitig mobil bleiben und dafür sorgen, dass Menschen hier gerne leben können – unabhängig davon, wie groß ihr Geldbeutel ist.

Was braucht es, um all das anzupacken? Bei mir offenbar vor allem eines: jede Menge Kaffee! Denn damit lässt sich schließlich auch die eine oder andere politische Herausforderung besser durchdenken.

Ich möchte Politik machen, die zuhört, anpackt und dabei menschlich bleibt. Denn ich bin überzeugt:

Politik darf freundlich sein – aber bitte nicht zahnlos.

Holger Gosink - Kreistag, Listenplatz 2